Ein Batteriemonitor – auch Coulombmeter oder Batterieüberwachung— misst in Echtzeit den Ladezustand (SOC), die Spannung, den Strom und die Temperatur des Batteriepacks einer Solaranlage. Ohne dieses Gerät weißt du weder, wie viel Energie dir zur Verfügung steht, noch ob die Batterie ordnungsgemäß geladen und entladen wird, was zu Überentladungen führt, die ihre Lebensdauer verkürzen.

Warum reicht es nicht aus, nur die Batteriespannung zu überprüfen?

Denn die Spannung gibt nur im Ruhezustand die Wahrheit wieder. Eine Bleibatterie mit 12,4 V kann bei 75 % liegen, wenn sie seit Stunden im Ruhezustand ist, oder bei 40 %, wenn sie gerade Strom abgibt: Der interne Spannungsabfall verschleiert den tatsächlichen Zustand. Und in Lithium Das Problem ist noch gravierender, denn die Entladungskurve ist so flach, dass zwischen 80 % und 20 % der %-Ladung kaum zwei Zehntel Volt Unterschied bestehen.

Der Monitor löst dieses Problem, indem er zählt ein- und ausgehende Amperestunden über einen Shunt, der in den Minuspol der Batteriebank geschaltet ist. Er führt keine Schätzung durch, sondern integriert den Strom über die Zeit. Deshalb liefert er bei jeder Batteriechemie einen zuverlässigen SOC-Wert.

Welchen Batteriemonitor Victron soll ich wählen?

  • SmartShunt: der Verkaufsschlager. Es verfügt über kein eigenes Display: Die Daten werden über Bluetooth in der App „VictronConnect“ oder auf einem Cerbo GX von VE.Direct. Erhältlich in den Ausführungen 300 A, 500 A, 1000 A und 2000 A sowie in der IP65-Ausführung für den Außenbereich oder feuchte Umgebungen. Für die meisten Haus- und Wohnmobilinstallationen ist die 300-A-Ausführung völlig ausreichend.
  • BMV-712 Smart: Das gleiche Prinzip, aber mit LCD-Display und Bluetooth. Die ideale Lösung, wenn man den Status abfragen möchte, ohne das Handy herauszuholen oder auf ein GX angewiesen zu sein.
  • BMV-710H Smart: die Hochspannungsversion von 70 bis 350 VDC für Batteriebänke, die deutlich über 48 V betrieben werden.
  • Lynx Shunt VE.Can: In das Sammelschienensystem Lynx integrierter Shunt für Hochstromanlagen, bei denen die Verkabelung über eine modulare Verteilung erfolgt.
  • Lynx Smart BMS: Es ist nicht nur ein Monitor, sondern das BMS für die Victron-Lithium-Batterien, mit integriertem Schütz und integrierter Überwachung.

Wie wird der Shunt dimensioniert?

Auf der der maximale Strom, der durch ihn fließt, die nicht dem Durchschnittsverbrauch entspricht, sondern der Summe der Spitzenwerte: die maximale Leistung des Wechselrichters plus die des Ladegeräts bei Volllast. Ein MultiPlus mit 3000 VA bei 12 V kann im Spitzenfall mehr als 250 A beanspruchen, daher reicht ein 300-A-Shunt hier gerade so aus, und es empfiehlt sich, auf einen 500-A-Shunt umzusteigen.

Eine zu große Dimensionierung geht zu Lasten der Genauigkeit: Der Shunt misst den Spannungsabfall an einem kalibrierten Widerstand, und bei Strömen, die im Vergleich zu seinem Messbereich sehr klein sind, verliert der Messwert an Auflösung. Der richtige Mittelweg besteht darin, die Stufe zu wählen, die unmittelbar über dem tatsächlichen Spitzenwert liegt, und nicht zwei Stufen darüber.

Wo wird der Batteriemonitor installiert?

Der Shunt geht immer im Minus bei der Bank, und das ist entscheidend für die korrekte Messung: Absolut alle Verbraucher und alle Lasten müssen über ihn laufen. Schon ein einziges Minuskabel, das direkt an die Batterieklemme angeschlossen ist und den Shunt umgeht, macht den SOC-Messwert dauerhaft ungültig.

Der klassische Fehler: Den Minuspol des Plattenladegeräts oder des Kühlschranks direkt an die Batterie anzuschließen, «weil das der kürzere Weg ist». Von da an zeigt das Display an, dass mehr Energie vorhanden ist, als tatsächlich noch vorhanden ist.

Brauche ich einen Monitor, wenn ich bereits ein BMS habe?

Das hängt davon ab, welche Informationen dein BMS liefert. Ein Lithium-Batterie-Managementsystem (BMS) schützt die Zellen, gleicht Spannungsunterschiede aus und schaltet bei Überspannung oder Überentladung ab, aber viele Modelle übermitteln keinen zuverlässigen Ladezustand (SOC) an das übrige System. Wenn das BMS über CAN mit deinem Wechselrichter kommuniziert und ihm den Ladezustand meldet, brauchst du keinen Monitor. Handelt es sich um ein isoliertes BMS, das lediglich Schutzfunktionen erfüllt, ist der Monitor weiterhin notwendig, um zu erfahren, wie viel Reichweite dir noch bleibt.

Sind Sie sich nicht sicher, welchen Shunt Ihre Anlage benötigt? Unser technische Ausstattung Das wird dir genau berechnet. Sieh dir auch die BMS für Lithiumbatterien und unsere Solar-Taschenrechner.